Anti-Mobbing-InitiativeN

Nach einer aufwändigen Ausbildung, die teilweise auch am Wochenende und in der Freizeit statt fand, konnten am 5.02.2016 die Streitschlichter den Schülern vorgestellt werden. Ausgebildet wurden diese Schülerinnen und Schüler und ihre Coaches (Frau Niewerth, Frau Müller-Lachnitt, Frau Eggert und Herr Haas) von Frau Diplom-Pädagogin Seidler-Rieß vom Jugendamt der Stadt Bayreuth.   

Jahresrückblick – 2014 / 2015 (Lisa Eggert)

 

Die Hauptaufgabe der JaS-Fachkraft ist die Einzelfallhilfe für Schülerinnen und Schüler in der Schule, sowie die Vermittlung von weitergehenden Hilfen des Jugendamtes. Die Beratung von Eltern und Lehrkräften und die Teilnahme an Elternabenden gehören ebenso zum Aufgabenspektrum der JaS-Fachkraft wie die Sozialpädagogische Gruppenarbeit und die Durchführung verschiedener Projekte.

Im folgenden Rückblick über das Schuljahr 2014/2015 soll deutlich werden, welch hohen Stellenwert die Jugendsozialarbeit an der Albert-Schweitzer-Schule innehat. 

 

Gelaufene Projekte:

  • die Grundlage der Projekte basieren auf individuellen Einzelfällen in den unterschiedlichen Klassen

 

  • Anti- Mobbing- Projekt in der 5. Klasse

Das Projekt bestand aus sechs Einheiten, in denen es darum ging, die Kinder in ihrer psychischen und physischen Widerstandsfähigkeit zu stärken und in ihrer Entwicklung zu fördern. Die Einheiten fanden immer mittwochs in den letzten beiden Schulstunden statt. Jede Stunde wurde innerhalb einer Grundstruktur kreativ und abwechslungsreich gestaltet, ebenso wurden die Wünsche der Kinder mit einbezogen. Durch die unterschiedlichsten Übungen, lernten die Kinder ihre Emotionen besser wahrzunehmen und zu bewältigen und es wurden ihnen gute und einfache Strategien gegen Wut oder andere negative Gefühle  an die Hand gegeben, die sie auch in Zukunft selbst anwenden können. Die Vielzahl der Übungsformen trägt darüber hinaus dazu bei die Kinder in ihrer Empathiefähigkeit zu stärken, um nicht zu Mobbing–Tätern oder Mobbing–Opfern zu werden.

 

  • Aufklärungsprojekt in Kooperation mit der Aidsberatung Bayreuth in zwei 7. Klassen & einer 9. Klasse

Die JaS-Fachkraft lud die Aidsberatung Bayreuth ein, um die Kinder/Jugendlichen passend zum Thema Beziehung, Liebe, Verhütung und Geschlechtskrankheiten aufzuklären und die offenen Fragen professionell zu klären. Nicht nur für die Mädchen war dieses Projekt sehr informativ, auch die Jungen, die durchaus von dieser Problematik betroffen sind, nahmen sehr viel mit.

 

  • Projekt Alkoholprävention in Kooperation mit der DAK (7. + 8. Jahrgangsstufe)

Ein nicht mehr wegzudenkendes Thema der 7. und 8. Klassen ist das Thema Alkohol. Gerade in diesem Alter probieren die Jugendlichen Alkohol aus und sammeln unterschiedliche Erfahrungen, die sie mit ihren Freunden austauschen. Aufgrund des großen Interesses der Schüler, kontaktierte die JaS-Fachkraft die DAK, die in der 7. und 8. Jahrgangsstufe mit Hilfe der JaS-Fachkraft ein Präventionsprojekt zu diesem Thema durchführte. Vor allem die Rauschbrille fand großen Anklang. Durch die gesammelten Erfahrungen (Aufsetzen der Rauschbrille, Überwinden eines Parcours, etc.) konnten die Kinder erfahren, welche Verhaltensveränderungen im alkoholisierten Zustand auftauchen und wie groß der Unterschied zum nüchternen Zustand ist.

 

  • Projekt zum Thema Drogenprävention in Kooperation mit der Polizei

Sehr aktuell sind im Moment die Gefahren der Kräutermischungen, die in Bayreuther Cliquen in aller Munde sind. In der Schule ist es immer wieder Thema bei den Kindern. Auch hier war der Aufklärungsbedarf essentiell. Die Drogenbeauftragten der Polizei erklärten sich bereit für die 8. Klassen ein Projekt anzubieten um die Gefahren von Drogen aufzuzeigen, sowie auf gesetzliche Konsequenzen hinzuweisen. Hierzu brachten die Beamten einen ehemaligen Drogenkonsumenten mit, der den Jugendlichen von den Problemen, die die Drogen für sein Leben bedeuteten, berichtete. Die JaS-Fachkraft führte die Diskussion anschließend mit den Schülern fort.

 

  • Integrationsprojekt – JaS- Vorraumgestaltung (8.Klasse)

Gemeinsam mit der Lehramtsanwärterin plante die JaS-Fachkraft ein kreatives Raumprojekt, um den Klassenzusammenhalt explizit zu fördern. Die Klasse hatte nun die Aufgabe gemeinsam ein Raumkonzept für den JaS-Vorraum zu gestalten, um diesen für die Schüler/ -innen zu einem Aufenthaltsort in den Pausen zu gestalten. Die Klasse nahm das Projekt in die Hand und man merkte förmlich, wie der Zusammenhalt gestärkt wurde. Gemeinsam wurden Pläne und Ideen zusammengetragen und zu einem Konzept zusammengefügt. Da das Projekt sehr viel Arbeitskraft erforderte, kam es auch zu klassenübergreifenden Kontakten, indem andere interessierte Kinder und Jugendliche auch Hand anlegen durften. Mit dem Vorraum identifizieren sich nun einige Schüler/-innen der ASS und er wird seitdem in jeder Pause von vielen Kindern und Jugendlichen genutzt.

 

  • Aufklärungsprojekt in Kooperation mit der Schwangerschaftsberatung (7. Kl.)

Schwanger mit 13 Jahren? Wann kann ein Mädchen schwanger werden? All diese Fragen kamen bei den Mädchen in der 7. Klasse auf, die sich nun in vertrauensvoller Weise an die JaS-Fachkraft wandten. Das Thema wurde mit den Mädchen besprochen, jedoch war ein intensiver Projekttag nötig, um die Mädchen und Jungen vollständig zur Thematik Schwangerschaft, Verhütung und Beziehungen aufzuklären. Das Projekt fand in Kooperation mit der Schwangerschaftsberatung der Diakonie Bayreuth statt. Hervorzuheben ist, dass hierbei geschlechtergetrennt gearbeitet wurde.

 

  • Projekt zum Thema Stärkung des Gruppenzusammenhalts der Mädchen (6. Kl.)

anhand eines Action-Paintings

 

Durch das gemeinsame Erleben und Gestalten eines Action-Paintings wurde der Gruppenzusammenhalt der Klasse gestärkt. Die Kinder gestalteten als Gruppe gemeinsam ein großes Tuch, und erlebten zugleich jede Menge Spaß und Freude an der kreativen Aktion. Das Gemeinsame Tun stand im Vordergrund, und die Kinder hatten die Chance neue Rollen in der Gruppe anzunehmen. Rückblickend kann man sagen, dass das Projekt großen Anklang gefunden hat und der Zusammenarbeit in der Klasse sich deutlich verbessert hat.

 

 

  • Anti – Mobbing Projekttag (je 8 Std. in einer 7. + 8. Klasse)

 

Soziales Miteinander, statt gegeneinander, war das Thema der Anti-Mobbing-Projekttage in der 7. und 8. Klasse. Ziel dieses Projekttages war es, die Kinder aktiv mit in Thematik einzubeziehen und sie verschiedene Rollen (Täter und Opfer) ausspielen zu lassen . Der spielerische Effekt wurde hier großgeschrieben. Der Projekttag kam sehr gut bei allen Beteiligten (Schülern und Lehrern) an. Wichtig ist es, immer wieder das Thema intensiv sozialpädagogisch zu behandeln, sodass die Kinder regelmäßig für diese Thematik sensibilisiert werden.

 

 

  • Einführung von Streitschlichtern an der ASS

 

Die Streitschlichterausbildung findet in Kooperation mit demstädtischen Jugendamt statt. Diese beginnt ab Oktober 2015. Die Streitschlichtergruppe wurde gebildet und besucht bereits einen Vorkurs, den die JaS-Fachkraft und 3 Lehrer gemeinsam durchführen. Ziel ist es, den angehenden Streitschlichtern Inhalte der Ausbildung wie beispielsweise Ich-Botschaften, aktives Zuhören und alles rund um Emotionen nahe zu bringen. Die Nachfrage für die leider nur begrenzten Streitschlichterplätze war und ist sehr groß. Bei der Auswahl wurden die Vorschläge der Klassenleiter berücksichtigt.

                                                                                                                          

 

Elternarbeit:

Die Elternarbeit ist nicht außer Acht zu lassen. Es ist wichtig, mit den Eltern der Kinder und Jugendlichen in Kontakt zu treten um bei Problemen mit ihnen gemeinsam an einem Strang ziehen zu können. Die JaS-Fachkraft der ASS ist nicht nur für viele Kinder zu einer festen Anlaufstelle geworden, sondern auch für viele Eltern, die dieses Angebot auch gerne nutzen. Auch hierbei steht die gegenseitige Wertschätzung und vor allem Empathiefähigkeit der JaS-Fachkraft im Vordergrund. Dies wird unterstrichen durch die Tatsache, dass die Eltern an Elternabenden der Schule die Möglichkeit haben, die JaS-Fachkraft aufzusuchen, was rege wahrgenommen wird.

 

 

 

 Lisa Eggert

Stand, Juli 2015

 

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